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Mit Büchern und dem Lesen verbindet mich eine große Hassliebe, schon allein weil ich Legastheniker bin. Ich bin der Auffassung, dass man ähnlich wie der Alkoholiker seine Sucht Lese- und Schreibschwäche ein Leben lang hat. Geeignete Kurse können einem zwar sehr helfen, dennoch verschwindet die Legasthenie nie vollständig. An dieser Stelle möchte ich mich bei meiner Kursleiterin Frau Sch. sowie meiner Lehrerin Frau G. bedanken, die mir während meiner Volksschulzeit in Wien sehr geholfen haben, mit diesen Schwächen umzugehen. Leider ist es selbst heute noch so, dass ich, wenn ich beim Lesen oder beim Schreiben nicht aufpasse, Buchstaben oder Zahlen weglasse oder vertausche. Mit Dummheit, wie viele denken, hat das nichts zu tun, eher mit mangelnder Konzentration. An Tagen, an denen ich nicht aufpasse, passieren mir einfach mehr Fehler.
Hilfreich ist es vor allem, wenn man wie ich selbst viel schreibt, allerdings habe ich die Beobachtung gemacht, dass ein Computer einem zu mehr Faulheit erzieht. Die Rechtschreib- und Grammatikunterprogramme werden immer besser und ich verlasse mich mehr und mehr auf den Computer anstatt Fehler selbst zu bemerken. Wenn man wie ich schreibt, musste man früher außerdem mehr denken, denn schließlich wurde einem die Verbesserung von Fehlern nicht ganz so leicht gemacht. Wie schnell sind heute beispielsweise Sätze umgestellt.
Für mich war es sinnvoll, dass ich neben Englisch eine Sprache wie Latein gelernt habe. Latein lernen vermittelt einem eine gewisse Sprachlogik und was die Grammatik betrifft, sind viele Begriffe nun mal aus dem Lateinischen. Auch das Interesse an der Herkunft von Wörtern (die Etymologie) rührt bei mir aus meiner Lateinzeit. Überhaupt ist Sprache etwas sehr Interessantes.


1970 - 1979
Im Gegensatz zu vielen anderen Menschen, die ich kenne, habe ich, als ich in die erste Klasse ging, noch nicht Lesen und Schreiben können. Mein Vorname war einfach zu lang (mir fehlten lange einige Buchstaben) und die Notwendigkeit selbst zu lesen, so fand ich, war nicht gegeben. Wahrscheinlich war ich entweder faul, da ich es mochte, wenn mir vorgelesen wurde, oder ich hatte Angst vor der Schule oder beides! Hinzu kam noch, dass ich mir meist lieber Bilderbücher ansah, als zu lesen. Unvergessen sind die Bücher von Ali Mitgutsch "Bei uns im Dorf", "Rundherum in meiner Stadt" und "Komm mit ans Wasser". Auch "Abenteuer mit Robin Hood" und "Das Tagebuch des Robinson Crusoe" von Anie und Michel Politzer gehörten zu meinen Lieblingsbüchern. Überhaupt interessierte ich mich sehr für das Mittelalter, vor allem weil ich zum Geburtstag oftmals Ritter- und Burgenbücher von meinem Opa geschenkt bekam. Zwangsweise kam man in Wien mit den Kinderbüchern von Mira Lobe "Bimbuli", "Das blaue Känguruh", "Hannes und sein Bumpam", "Das kleine Ich bin Ich", "Die Omama im Apfelbaum", "Das Städchen Drumherum" und "Titi im Urwald" - nur um ein paar zu nennen - in Berührung. Ich weiß noch gut, wie meine Mami meiner Schwester ein eigenes Bimbuli nähte. Ebenfalls in Erinnerung geblieben ist mir das Buch "Das Zauberzimmer" von Mira Lobe mit Bildern von Susi Weigel: Ein Kinderzimmer wird zu klein und dann wieder groß genug. Andere Autoren waren: Janosch (Das Regenauto), Vera Ferra-Mikura (Der alte und der junge und der kleine Stanislaus), James Krüss (Der blaue Autobus mit Bilder von Lisl Stich), aber auch: Timm Thaler und das verkaufte Lachen oder Christine Nöstlinger. Letztere bleib mir vor allem durch ihr Buch
"Den Spatz in der Hand und die Taube auf dem Dach" in Erinnerung. Ein Mädchen wie die
Lotte Prihoda hätte ich gerne einmal kennen gelernt. Ich glaube auch, dass die Bilder der damaligen Ausgabe mindestes genauso aufschlussreich waren, wie die Bilder von einem nackten Mädchen und einem nackten Jungen auf einem Bogen des Sachkundeunterrichtes. Wahrscheinlich war das Buch deswegen bei manchen Erwachsenen nicht so beliebt.
Unvergessen sind mir die vielen Lesetests während der Wiener Volkschulzeit. Je nach dem, wie man bei den Prüfungen abschnitt, wurden einem in der so genannten Leseleiter des Jahrbuch des Österreichischen Buchklubs der Jugend unterschiedlich anspruchsvolle Bücher zum Lesen empfohlen.
Neben den eigentlichen Kinderbüchern mochte ich auch Sagen- und Märchenbücher ganz gerne. Völlig gleichgültig, ob es Märchen von Hans Christian Andersen, Ludwig Bechstein, von den Gebrüdern Grimm oder von Wilhelm Hauff waren, ich las sie alle sehr gerne. Kindgerecht aufbereitet wurden sie von dem Zeichner Rolf Kauka, der auch den Bussi-Bär, den Bären mit dem goldenen Herz, und seinen Hund Bello gezeichnet hat.
Wann ich Otfried Preußlers "Krabat" (Europäischer Jugendbuchpreis 1973) mit den sehr gelungenen Illustrationen von Heinrich Holzinger geschenkt bekam, weiß ich nicht mehr genau. Die Geschichte um die Mühle im Koselbruch, die Schwarze Schule und die Liebe des Burschen Krabat zum dem Mädchen Kantorka nahm mich jedoch sofort gefangen und hat mich bis heute noch nicht losgelassen. Ursprünglich zum Vorlesen gedacht, las ich den "Krabat" immer wieder gerne. Ich glaube fast, das Buch hat mich mit dem Lesen versöhnt.
Die anderen Bücher Preußlers möchte ich ebenfalls nicht missen: "Die kleine Hexe", "Der kleine Wassermann" und "Das kleine Gespenst". "Die Dumme Augustine", auch von Preußler, bekam ich 1975 in Wien geschenkt, als mir im Lainzer Krankenhaus die Mandeln heraus genommen wurden. Ebenso zu meinen Lieblingsbüchern zählt "Der Räuber Hotzenplotz", wobei mir besonders das erste Buch und da vor allem die Person des Zauberers Petrosilius Zwackelmann gefallen. Die Illustrationen von Franz Tripp haben ihr übriges dazu beigetragen!
Ebenfalls mit dem Zaubern beschäftigt sich "Der Zauberlehrling" von Barbara Shook Hazen. Zwar ist die Geschichte durch Walt Disney so richtig bekannt geworden, ursprünglich stammt die Ballade jedoch von keinem geringeren wie Johann Wolfgang von Goethe:


[...] Herr, die Not ist groß! Die ich rief, die Geister werd ich nun nicht los. [...]
Text: Hille + Partner GbR (2005): Johann Wolfgang von Goethe. Der Zauberlehrling. URL: gutenberg.spiegel.de

Einprägsam sind bei dem Buch vor allem die Bilder von Tomi Ungerer. Allein das Treppengewirr auf den ersten und letzten Seiten ist sehenswert! Ich konnte stundenlang davor sitzen und mir Ungerers Bilder ansehen: Ich stellte mir vor, auch so ein Zauberer zu sein und ebenfalls ein Schloss zu besitzen, das über ähnliche Treppenflure, Geheimgänge, Verließe und Fallgruben und -türen verfügte. Auch der Kosmische Ofen, die Bibliothek mit den speckigen Lederbuchrücken und die Steinwanne mit dem Kraken faszinierten mich.
Ein Besuch in Schönbrunn (die Vogelvoliere und die Römische Ruine im Park) beflügelte meine Fantasie. Zusammen mit dem "Der Räuber Hotzenplotz" (Petrosilius Zwackelmanns Unkenpfuhl) hat mich "Der Zauberlehrling" wie kaum ein anderes Buch geprägt, lange bevor es Harry Potter gab!
Ebenfalls ein Buch, das sich gut zum Vorlesen eignet, ist der "Latte Igel und der Wasserstein" von Sebastian Lybeck: Im Wald herrscht große Trockenheit. Abhilfe kann nur der zauberkräftige Wasserstein schaffen. Der Igel Latte macht sich auf, um ihn aus dem Reich des bösen Bärenkönig Bantur zu holen. Dabei helfen ihm die Feder Winkelzunge, das Geschenk einer Hexe, sowie das Eichhorn Tjum. In meiner Fantasie war natürlich Tjum ein Mädchen und ich war der listenreiche Igel!
Denke ich an die Siebziger Jahre zurück, dann fallen mir viele gruselige Momente ein, hervorgerufen durch die vielen Gespenstergeschichten und -sagen, die ich ebenfalls gelesen habe. Die Achtziger Jahre sind eher die Ausnahme. Ich lernte das Leben von der hellen Seite kennen. Die Neunziger Jahre sind wiederum finster. Die Jetztzeit nun ist äußerst finster! Sie ist eine Art Rückbesinnung. Viele Prägungen habe ich schon früh erfahren, lange habe das verdrängt, endlich habe ich sie wieder gefunden.


1980 - 1989
Ein Buchgeschenk 1980 löste meine Begeisterung für Jugendbuchreihen aus. Von meinen Freundinnen Barbara und Martina M. bekam ich den 5. Sammelband der Schreckenstein-Reihe von Oliver Hassencamp geschenkt. Von der Sammlerleidenschaft gepackt, hatte ich solange keine Ruhe, bis sich endlich auch das letzte Abenteuer der Schreckensteiner in meinem Besitz befand. Das dauerte immerhin mit Pausen mehr als fünfzehn Jahre! Obwohl nicht immer ganz nach meinem Geschmack, las ich die Geschichten um die Internatsschulen Burg Schreckenstein und Schloss Rosenfels am Kappellsee sehr gerne. Wie die Schüler wollte auch ich immer allzeit fair und ehrlich sein. Die Schreckenstein-Reihe war so was wie die Hanni-und-Nanni-Reihe für Jungs. Natürlich gefielen mir auch die Illustrationen von Nikolaus Moras, auch wenn - egal ob Mädchen oder Junge - die Gesichter immer gleich grinsten. Zudem täuschten die Bilder über die Tatsache hinweg, dass Hassencamp bereits 1958 mit der Schreckenstein-Reihe begonnen hatte. Bei den älteren Schreckenstein-Sammelbänden kam man das aber noch gut erkennen.
Für Mädchen gab es vor allem die bereits vorhin genannten Hanni und Nanni, Tina und Tini von Enid Blyton. Die Autorin Enid Blyton, die schon 1968 verstorben war, hatte sich auch einen Namen mit der Fünf-Freunde-Reihe gemacht. Ein Buch von ihr, das eher unbekannt ist, ist das Kinderbuch "Hops, Fips und Taps". Daran geht es um drei Wichtel und die vielen Abenteuer, die sie auf ihrer Suche nach der entführten Prinzessin erleben.
Wer es etwas gruseliger mochte, las die Hausgespenst-Reihe von Marie Louise Fischer, die u. a. auch eine Reihe von Internatsgeschichten geschrieben hatte.
Zu Michael Ende dagegen kam ich erst sehr spät. Die Verfilmungen von "Die Unendliche Geschichte" haben mich eher abgeschreckt. Auch kannte ich bis dahin Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer nicht. Erst meine Frau erklärte mir, dass Die Augsburger Puppenkiste Kult in Deutschland ist, wobei ich die Urmel-Reihe abgrundtief hasse. Genauso wie die Mumins. Zudem fand ich die Illustrationen sowohl bei der "Die unendliche Geschichte", als auch bei "Momo" unpassend. Sie schränken die Fantasie doch erheblich ein! Das schönste und erste Buch, das ich von Michael Ende gelesen habe, ist, so finde ich: "Der Spiegel im Spiegel".
Nachdem ich "Der Herr der Ringe" von John Ronald Reuel Tolkien das erste Mal gelesen hatte, wollte ich unbedingt selbst schriftstellerisch tätig werden. Überhaupt war ich in den Achtziger Jahren ein großer Fantasy- und Science-Fiction-Film-Fan. Gab es ein Buch zu einem Film, dann habe ich ihn mir meist, wenn es die oftmals angespannte Taschengeld-Situation zuließ, zugelegt. Filmbegleitbücher gab es damals noch nicht. Eine Ausnahme war vielleicht: "E. T. - Der Außerirdische" (USA 1982). Daher war man auf den Kauf von Filmromanen in Taschenbuch-Format angewiesen. "Kampf der Titanen" (USA 1981), "Die Reise in das Labyrinth" (USA 1986), "Krull" (UK 1983) und natürlich "Der Dunkle Kristall" (USA 1982) gehören dazu. Neben "Der Herr der Ringe" waren reine Fantasybücher ohne Bezug zu einem Film eher die Ausnahme bei mir: "Elric von Melnibone" von Michael Moorcock, "Kane, der Verfluchte" von Karl Edward Wagner (Naichoryss, meine Heldin!), der Sieben-Zitadellen-Zyklus von Geraldine Harris und die Trilogie "Das Schwert von Shannara" von Terry Brooks, um ein paar wenige zu nennen. Die Shannara-Bücher waren in den Ansätzen nicht schlecht, aber lausig in der Ausführung. Ebenfalls lesenwert finde ich "Urshurak" von Jerry Nichols, reichlich illustriert von den Gebrüdern Hildebrandt. Die beiden Brüder sind eigentlich nicht so mein Fall, haben sie sich doch an "Der Herr der Ringe" vergriffen! Eine Illustration zum "Das große Buch der Fantasy", herausgeben von Michael Görden, macht diesen Fehler jedoch wieder wett: Es zeigt ein weißes Einhorn, dass sich über eine junge, nackte Frau mit goldenen Locken, beugt, die im Gras liegt - im Vordergrund sind weiße Callas zu sehen. Eine intime Momentaufnahme, die für mich so etwas wie eine Offenbahrung war! Sollte ich es als Schriftsteller jemals schaffen auch einmal solche Momente beim Leser zu erzeugen?
Außerdem hatte ich damals eine ausgeprägte Schwäche für blonde Heldinnen, so zum Beispiel die mutige Kira in dem Puppenfilm "Der Dunkle Kristall", Drew Barrymore in E. T. oder Daryl Hannah in der Komödie "Splash - Eine Jungfrau am Haken" (USA 1984). Damals glaubte ich noch an das Gute in blonden Frauen. Für mich waren sie feengleiche Wesen. Eine Ansicht, die ich später gründlich revidieren musste, als ich die "La Belle Dame Sans Merci" schlechthin, Susanne H., kennen lernte. Meine Güte, was war ich naiv! Ich wusste es nicht besser. Oder doch? Es gibt ein gleichnamiges Bild von Sir Frank Dicksee (neben dem Gedicht von John Keats), das in dem Feen-und-Elfen-Band der Time-Life-Reihe "Verzauberte Welten" abgedruckt ist. Darauf reitet die hellhaarige Fee einen prächtigen Rappen, während sie den Ritter der neben dem Pferd geht, mit ihrem Blick verzaubert. Ein schrecklicher Gedanke, hoffnungslos verliebt zu sein. Ich schwor mir, dass sich das nicht wiederholen sollte. Seither mache ich für gewöhnlich einen großen Bogen um blonde Frauen!

Ende der Achtziger Jahre las ich dann auch Bücher wie "Johannes" oder "Die Farben der Wirklichkeit" beide von Heinz Körner u. a. Für meinen Geschmack etwas zu besinnlich, aber so waren die Achtziger für mich: Immer auf der Suche nach der großen, einzigen Liebe und Harmonie. "Die Tanzende Göttin - Prinzipien einer matriarchalen Ästhetik" von Heide Göttner-Abenroth war da schon eher nach meinem Geschmack. Auch Belletristik mit feministischen Ansätzen wie "Die Nebel von Avalon" von Marion Zimmer Bradley, die Ayla-Reihe von Jean Auel und "Herland" von Charlotte Perkins Gilman waren kein Problem für mich. Im jüdischen Feminismus ist Lilith ganz klar die zentrale Hauptfigur. Lilith - nebenbei bemerkt - finde ich ist ein faszinierendes Nachtgeschöpf:

[...] Die Königin der Nacht, bekannt auch als Lili oder Lilu. Jehova schuf sie aus dem Schlamm als erste Frau Adams, doch bei der Herstellung ihrer Seele machte er einen Fehler, und sie gebar nur böse Geister. Schließlich verließ sie Adam, um sich mit Satan zu verbinden, und Jehova schuf an ihrer Stelle Eva aus einer Rippe Adams. [...]
Text: Melle Noir (2000): Lilith. URL: www.darkvampire.de .

Lilith, die erste Frau Adams! Genauso wie Adam geschaffen aus Schlamm, nicht wie Eva aus der Rippe. Völlig gleichberechtigt. Das war mal einen gute Neuigkeit. Das Bild "Sünde" von Franz von Stuck trifft sie ganz gut. Nach Lilith würde ich gerne, so fern uns vergönnt, eine Tochter Lili nennen. "Lilith" heißt auch ein Roman von George MacDonald, ein Autor, den ich ebenfalls sehr mag. Leider habe ich ihn nie ganz gelesen, obwohl ich seine Geschichte "Der goldene Schlüssel" prima fand. Vielleicht lässt sich dies mal nachholen.
Bei den Abenteuergeschichten ist ganz klar Jules Verne mein Lieblingsschriftsteller. Ich verehre ihn sehr. Und auch die Illustrationen in seinen Romanen finde ich durchaus gelungen. Besonders "Zwanzigtausend Meilen unter dem Meer" hat es mir angetan, aber auch "Robur der Sieger" sowie "Die Reise zum Mond". Unsere Jules-Verne-Sammlung wächst von Jahr zu Jahr. Wann immer uns ein Roman von ihm in die Hände fällt wird er gekauft. Wir bevorzugen ganz klar die ungekürzten Ausgaben des Schweizer Diogenes Verlag.
Die Achtziger Jahre waren auch das Jahrzehnt der Aufklärung für mich. Der Klassiker "Joy of Sex" von Alex Comfort, setzte das fort, was zuvor schon Autoren wie Desmond Morris (u. a. Körpersignale - Vom Dekolleté zum Zeh) und "Kulturgeschichte der Erotik" von Reay Tannahill begonnen hatten. Das gewünschte Taschenbuch mit den herrlich altmodischen Skizzen besorgte allerdings Ulrich H., ein Schulfreund, für mich. Zum einen war mir das Ganze natürlich ziemlich peinlich und zum anderen war ich im Buchgeschäft meiner Wahl viel zu bekannt.


1990 - 1999
Die erste Hälfte der Neunziger Jahre studierte ich an der TU in Stuttgart Architektur und Stadtplanung. Vorbei war es mit dem Schöngeistigen. Man sagt immer, dass ein Studium mit dem Lesen von vielen Büchern verbunden sei. Bei mir trifft das eher weniger zu. Beim Erwerb von Büchern beschränkte ich mich daher auf das Notwendigste. Da Architektur- und Designbücher zumeist sehr teuer sind, bekam ich viel lieber Bücher geschenkt. Das war der Part von meiner Oma und meinem Vater. Brauchte ich einmal ein Buch ganz dringend, dann gab es da noch die Unibibliothek, die gut sortierte Bibliothek des Städtebaulichen Instituts, die Stadtbücherei und schließlich die Landesbibliothek in Stuttgart. Die meisten Bücher habe ich dort per Fernleihe ausgeliehen oder in den Kunstlesesaal bestellen lassen. Das sparte Geld. Benötigte ich etwas, dann kopierte ich es entweder oder fotografierte es mit meinem Freund Ralf G. aus den Büchern ab. Eines der wenigen Bücher, die ich mir während der Studienzeit zulegte war "Lebbeus Woods - Terra Nova", ein Buch über den Architekten und Visionär Lebbeus Woods. Ansonsten fand ich Vorbilder in der Architektur eher hinderlich, wenn man wie ich so etwas wie seinen eigenen Stil kreieren wollte. Das gelang mir allerdings erst in der zweiten Hälfte des Studiums und auch nicht ganz ohne fremde Einflüsse: Die Architekten Shin Takamatsu, Sir Norman Foster, die Achitekturbüros Morphosis und Future Systems sowie Lebbeus Woods waren meine Vorbilder. Besonders die Maschinenarchitektur des Japaners Shin Takamatsu hat mich beeinflusst. Bei Future Systems dagegen mochte ich die Kompromisslosigkeit ihrer frühen Projekte. Während meines Hauptstudiums entwickelte ich dann meine Vorliebe für freie Formen. Zu meiner Lieblingsstudienarbeit gehörte die selbst gewählte Aufgabe ein Versuchsgebäude am Crater Lake in Oregon zu planen. Dabei platzierte ich ein mehrstöckiges Gebäude direkt am Kraterrand. Sämtliche Kenntnisse, die ich zuvor im Seminar "Erdbebensicheres Bauen" erworben hatte, fanden dabei ihre Anwendung. Für die ungewöhnliche Form des Gebäudes benutzte ich für das Übersichtsmodell Teile eines Plastikbausatzes von einer Northrop P-61B "Black Widow": den Rumpf nahm ich für das Hauptgebäude und Teile der Flügel seitlich als Treppenhäuser. Zu Gute kamen mir dabei die Aufrisszeichnungen in dem Luftfahrtmagazin AERO, die ich früher gelesen und gesammelt hatte, sowie die Veröffentlichungen der Arbeiten über das Büro Future Systems innerhalb von Detail, einer Zeitschrift für Architektur und Baudetailplanung. Schade, dass ich niemals herausfinden konnte, ob sich mein Stil jemals durchsetzen hätte können! Typisch für meine Studienzeit war, dass ich mir lieber Bücher kaufte, die nur am Rande etwas mit der Architektur zu tun hatten - gemäß dem Rat einer meiner Betreuer - auch einmal über den Tellerrand hinaus zu blicken. Zu den Künstlern, die mich am meisten beeinflusst haben, gehört der Schweizer Hans Ruedi Giger. Dessen Buch "HR Giger ARh+" (seine Blutgruppe) hat mich sehr geprägt, entwickelte er doch in seinen Bildern die Symbiose Mensch - Maschine konsequent weiter.
Ein weiteres Buch, das ich für das Studium benötigte, war "A Guide to Architecture in Washington State An Environmental Perspective" von Sally Byrne Woodbridge. In Städtebau II sollten wir, um einen Schein zu bekommen, eine Abhandlung über die Stadtbaugeschichte einer beliebigen Stadt schreiben. Da Seattle meine Lieblingsstadt ist, wählte ich deren Baugeschichte zum Thema. Allerdings war das nicht so einfach: Es gab kaum Literatur in Deutschland und so halfen uns unsere Freunde Susie B. und Michael C. weiter. Sie kauften kurzerhand die notwendigen Bücher bei sich in den Staaten und schickten sie uns. Das Verschicken von Büchern per Luftfracht war zu dieser Zeit eine noch sehr teure Angelegenheit! Und über den internationalen Handel die Bücher zu bestellen, war sehr umständlich und vor allem mit erheblichen Wartezeiten verbunden. Ein Glück war, dass meine damalige Freundin und jetzige Frau einsprang und die Bücher bezahlte! Am einfachsten war es, die Bücher vor Ort zu kaufen. In Amerika sind es die Ketten Barnes & Noble, Virgin und Tower Records, deren Geschäfte ich bei unseren USA-Reisen am Liebsten aufsuche. Besonders Virgin Megastore in Las Vegas und Tower Records in Bellevue, Washington State haben es mir angetan. In Seattle selbst mag ich es eher etwas beschaulicher wie zum Beispiel in der Elliott Bay Book Company (nahe dem Pioneer Square), bei Cinema Books und im University Bookstore im Norden von Seattle oder in einem der hoffentlich immer noch zahlreichen Second-Hand-Buchgeschäften der Innenstadt. Erst eine Hot Chocolate von Starbucks und eine Zimtschnecke wahlweise von Cinnabon und dann Bücher einkaufen (nach dem Händewaschen!). So lässt es sich gut aushalten. Komisch nur, dass wir auf einem Rückflug noch nie Übergepäck zahlen mussten! Wenn ich alleine an die vielen Bücher denke, die wir 1998 von unserer Reise durch den Südwesten der Vereinigten Staaten mitbrachten!
An dem Roman "Die Falbenkönigin" schrieb ich indessen nach wie vor. Allerdings ging es während dem Studium nur schleppend voran. Meist kam ich nur in der vorlesungsfreien Zeit dazu, den Roman voran zu treiben. Einfacher wurde das Schreiben ab 1992. In diesem Jahr kauften Marion und ich unseren ersten eigenen Computer, einen 386er. Dieser wurde uns als völlig ausreichend empfohlen! Zuerst sträubte ich mich gegen diese neue Art der Textverarbeitung, hatte ich doch bisher meine Manuskripte entweder per Hand oder mit der elektronischen Schreibmaschine verfasst. Bald merkte ich jedoch, dass ein Computer auch Vorteile hat und langsam gewöhnte ich mich daran. Heute kann ich mir die Arbeit ohne Computer gar nicht mehr vorstellen. Als ich 1994 begann an meiner Doktorarbeit zu schreiben, legte ich "Die Falbenkönigin" beiseite. Zusammen mit der Doktorarbeit begann ich stattdessen an meinem ersten utopischen Roman zu schreiben. Er heißt "Das Unternehmen Morgenröte". Ich war eifrig bei der Sache, als ich ihn anfing, doch die Begeisterung legte sich längstens dann, als ich mit ihm fertig war. Ich sandte das Manuskript an die unterschiedlichsten Verlage, in der Hoffnung, jemand würde auf mich aufmerksam werden. Manche wurden es auch, allerdings nicht so, wie ich mir das erhofft hatte. Ich fühlte mich falsch verstanden. Man legte mir sogar eine deutschnationale Gesinnung nahe, denn ich hatte im Roman beschrieben, was möglicherweise passiert wäre, wenn der Zweite Weltkrieg einen anderen Verlauf genommen hätte. Gleichzeitig verband ich diesen Handlungsstrang mit einer Science-Fiction-Geschichte über die erste Raumstation im All, ein heißes Eisen, an dem sich kein Verlag die Finger verbrennen wollte. Im Nachhinein habe ich es freilich eingesehen, dass ich wohl zu weit gegangen war. Allerdings überlege ich mir ab und zu, was man ändern müsste, um aus dem Manuskript doch noch etwas zu machen. Ich hatte viel Zeit in den Roman gesteckt und das konnte doch nicht alles umsonst sein. Ein weiterer Fehler war wohl, dass ich zu viele Themen auf einmal behandelt hatte. Ein Literaturagent riet mir:
[...] Am Besten schreiben Sie nur über eine Sache und konzentrieren sich allein darauf.
Das berücksichtigte ich bei meinem nächsten Roman "Der Hundskopf". Ursprünglich sollte dieser in der Napoleonischen Zeit spielen und von einer Schwarzen am Hof des Kaisers und eben dem Hundskopf handeln. Stattdessen spielt nun der Roman in der Jetztzeit und handelt nur von dem Hundskopf. Mal sehen, ob dieser Roman mir besser gelingt. Seit 1997 schreibe ich nun an seiner jetzigen Form. Leider hindert mich meine Arbeit oft daran, schneller voran zu kommen, denn ich möchte und (vor allem) kann auf ein geregeltes Einkommen nicht verzichten. Die Zeit vor und nach der Doktorarbeit war so eine Zeit. Obwohl schlussendlich aus meinem Doktortitel nichts wurde (ich war zu sehr auf mich alleine gestellt und wusste viel zu wenig über die Interna) wurde die Arbeit auf Anraten des Prüfungsausschusses unter dem Titel veröffentlicht. Einerseits bin ich nach wie vor stolz auf die Arbeit, andererseits denke ich, sie wäre besser geworden, hätte ich sie nachträglich noch einmal gekürzt. Das wurde mir auch von einigen meiner Kritikern bestätigt: Eine sehr fleißige Arbeit mit manchen Fehlern und Längen. Eine Veröffentlichung, mit dem Titel "Ein Frühling in Deutschland" (das Tagebuch der Großmutter meiner Frau) gab es dann doch noch. Nach wie vor halte ich das Buch als Zeitdokument als lesenswert. Leider habe ich es bisher nur geschafft in Verlagen Fuß zu fassen, die eine Beteiligung an den Druckkosten verlangen. So erging es mir auch bei den Kurzgeschichten, die von mir erschienen sind (siehe Rahmen rechts). Es wäre schön, wenn es einmal anders werden würde. Vielleicht schafft es ja "Der Hundskopf". Bis dahin werde ich wohl weiterhin einer geregelten Arbeit nachgehen.
Die Neunziger waren auch die Jahre der ersten, mit mehr Sorgfalt gemachten Filmbegleitbücher. Ich denke da vor allem an die Bücher zu den Filmen Dracula, Batman, Batman returns, Mars attacks!, Nightmare before Christmas u. a. Sie lösten bei mir die Filmzeitschrift Cinema ab, die ich bis dahin gelesen hatte. Außerdem las ich MAX, den PLAYBOY (vornehmlich den amerikanischen), und die BRAVO, schließlich hatte ich ja einiges nachzuholen!


2000 - 2009
Während dieses Jahrzehntes kamen wie im vorigen eine Reihe von Filmbegleitbüchern heraus, die manchmal interessanter waren als die Filme selbst. Im Gegensatz zu früher, als solche Bücher oftmals nur für wirkliche Fans dieser Filme gedacht waren, waren die Bücher allein schon anschaffenswert Zwei Bücher, die besonders gut gelungen sind, sind "The Art of Star Wars, Episode I" und "The Art of Star Wars, Episode II" von Jonathan Bresman und Mark Cotta Vaz. Sie zeigen, wie viel Mühe sich schon vor Drehbeginn gemacht wird und welche Entwicklung die einzelnen Charakteren zum Teil genommen haben. Tröstlich ist auch, dass nach wie vor Handskizzen für die Produktion unentbehrlich sind. Zuweilen sind gerade diese Skizzen aussagekräftiger als der Film selbst. Jahrzehnte lang wurde das Thema eher vernachlässigt. Wahrscheinlich haben die Verleger endlich gemerkt, dass sich mit Produktionsskizzen ebenfalls Geld machen lässt. Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich in Zeitschriften jeden noch so kleinen Hinweis auf einen Film, den ich gut fand, gesammelt habe. Das ist nun erheblich erleichtert worden. Bleiben wir beim Krieg der Sterne: Ebenfalls schöne Bilderbücher sind: "Star Wars Episode I Die illustrierte Enzyklopädie" und "Star Wars Episode II Die illustrierte Enzyklopädie" beide von West David Reynolds, sowie "Star Wars Episode I Die Risszeichnungen" von Hans Jenssen u. a. und "Star Wars Episode II Die Risszeichnungen" von Curtis Saxton u. a. Die vier Bücher sind eindeutig Nachproduktionsbücher. Es wurde jedoch sehr viel Mühe darauf verwandt, die zu den Büchern nötigen Informationen zur Verfügung zu stellen.
Meine absoluten Lieblingsfilmbücher sind jedoch die Bücher, die zu den Der-Herr-der-Ringe-Filmen erschienen sind. Davon kann ich die drei Bildbände von Gary Russell, die sich mit der Ausstattung der Filme beschäftigen, wärmstens empfehlen. Die Bücher tragen zwar den hochtrabenden Untertitel "Die Erschaffung eines Filmkunstwerk", der aber bei den vielen Farbbildern und Skizzen durchaus gerechtfertigt ist. Im Gegensatz zu den Filmen können solche Bücher vager bleiben, was gerade bei der Verfilmung von "Der Herr der Ringe" ein Vorteil ist. Literaturverfilmungen, ganz gleichgültig wie werkgetreu, sind Interpretationen. Das sollte man sich immer vor Augen halten. Die drei Bildbände erleichtern das einem. Den Rest kann die eigene Fantasie ausfüllen! Und das halte ich nicht nur als Schriftsteller für sehr wichtig.
Vergessen darf man in diesem Jahrzehnt auch nicht Harry Potter. Anfangs war ich eher skeptisch. 2001 besorgten meine Frau und ich als Urlaubslektüre die ersten vier Bände und seither sind auch wir von der Harry-Potter-Manie befallen. Joanne K. Rowling ist meiner Meinung nach eine gute Kombination der einzelnen Elemente mehr als gelungen. Potter-Bücher lese ich in einem Zug ohne Unterbrechung - ein sicheres Zeichen bei mir, dass ich die Bücher mag. Sie sind angenehm zu lesen und verbreiten ein wohliges Gefühl. Hoffentlich bleibt das auch so! Arme Joanne K. Rowling, sollte sie den siebten Band geschrieben haben. Irgendwie wird es immer ein danach geben müssen.
Generell lässt sich sagen, dass Bücher wieder schöner, liebevoller werden. Sieht man sich in einem Buchgeschäft allein die Einbände der Bücher an, wird deutlich dass sich allein bei der Gestaltung der Einbände mehr Mühe gegeben wird. Verleger haben erkannt, dass allein ein ansprechendes Äußeres kauf entscheidend sein kann. Bei mir ist es so, dass ich aus diesem Grund meist die teurere, gebundene Ausgabe der günstigeren Taschenbuch-Ausgabe vorziehe, obwohl Taschenbücher längst nicht mehr so stiefmütterlich behandelt werden. Besonders deutlich wird das bei den Romanen von Walter Moers, die Themen rund um Zamonien behandeln. Nicht nur wegen den sehr ansprechenden Zeichnungen des Autors lohnt sich die Mehrausgabe. Walter Moers Romane wie "Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär", "Rumo & Die Wunder im Dunkeln", "Ensel und Krete" und "Die Stadt der Träumenden Bücher" sind Bücher, die man gerne besitzt und die sich in jedem Buchregal gut machen, selbst wenn Moers oftmals abstruser Stil nicht jedermanns Sache ist. Leser, die die Kupferstiche des Gustave Dorés mögen, sei Walter Moers "Wilde Reise durch die Nacht" empfohlen. Moers nahm einige der hervorragenden Illustrationen und macht daraus eine Geschichte: Er schickt den zwölfjährigen Gustave in seine eigenen (Alb-)Traumbilder und lässt ihn nach klassischer Märchenmanier allerlei Abenteuer mit Fabelwesen, Rittern und Jungfrauen bestehen.
Ein Mensch, der mir auch in diesem Jahrzehnt Bücher schenkt, ist mein Vater. Das beruht auf Gegenseitigkeit. Geburtstage und Weihnachten sind willkommene Gelegenheiten sich gegenseitig Bücher zu schenken. Dabei sind es längst nicht nur Architekturbücher. Nach dem Motto, verschenke nur das, was du selbst gern hättest, fanden zahlreiche Bücher auch zu anderen Themen ihren Weg zu mir. Unser beider Vorliebe für die Archäologie wird ebenfalls Rechnung getragen.
Für Zwischendurch und fürs Schmökern bin ich am liebsten in der Herwig-Filiale (mit Cafébar) in Aalens Innenstadt, besuche den Wittwer in Stuttgart, den Baedeker in Essen oder einen der Huggendubbel in München. Das sind meine Lieblingsbuchgeschäfte.
Und noch eine Neuerung ergab sich. Nachdem wir seit 1999 online sind, ergaben sich neue Möglichkeiten für uns: Der Online-Buchhandel. Selbst zu der Zeit, als wir noch keine Flatrate hatten, ist Amazon.de natürlich unbestritten unsere Nummer Eins. Man fühlt sich sehr sicher in deren Händen. Aus diesem Grund bin ich auch Mitglied im Partnerprogramm von Amazon geworden, obwohl sich meine Einkünfte daraus noch sehr in Grenzen halten. Über Amazon.de habe ich auch die Möglichkeit Bücher zu bekommen, die zuvor nur schwer erhältlich waren: Bücher aus Amerika aber auch antiquarische Bücher. Dank Amazon ist das kein Problem. Nicht länger bin ich auf Amerikaurlaube oder unsere Freunde in den Staaten angewiesen, nehme ich eine gewisse Wartezeit in Kauf. Ein Buch, das ich über Amazon ausfindig machte, war "The Book of Tiki" von Sven Kirsten, welches reich bebildert und mit wenig! Text die Südsee-Manie der Amerikaner vornehmlich in den Fünfziger Jahren beschreibt. Ich mag Themenbücher, ein Erbe der sehr gelungenen Themenabenden auf Arte.
Gebrauchte, auch fremdsprachige Bücher finde ich manchmal auch bei Ebay. Allerdings treten dort bisweilen Probleme mit der Sicherheit auf. Vorsicht ist vor allem bei Mails geboten, die einen auffordern, Benutzerdaten noch einmal zu verifizieren! Wahrscheinlich liegt das in der Natur von Online-Auktionen.
Einen Traum habe ich noch: In Portland, Oregon, bei Powell's City of Books vorbeisehen. Der riesige Buchladen soll allein über einen Kassenbereich verfügen, der mehr als 15 Meter lang ist. Im Eingangsbereich sollen garagentorgroße Wegweiser hängen und am Info-Stand liegen Faltpläne in Posterformat aus, damit sich die Kunden in dem mehr als 4.000 Quadratmeter großen Buchgeschäft nicht verlaufen. Mehr als eine Million neuer und gebrauchter Bücher, die nach 548 Haupt- und 4.000 Unterkategorien geordnet waren, werden anscheinend in der Powell's City of Books verkauft. Der Laden nimmt einen ganzen Straßenblock ein. Allein die Abteilung mit deutschsprachigen Büchern ist 130 laufende Regalmeter lang! Außerdem soll der Laden jeden Tag bis 23 Uhr geöffnet haben.
Seit Ende 2002 arbeite ich nun an unserer eigenen Homepage. Das hält mich zwar auch vom Lesen und Schreiben ab, aber möglicherweise ist das Internet eine geeignetere Plattform, um auf sich aufmerksam zu machen, so dass sich die Zeit und die Mühe, die ich bisher für die Seiten verwandt habe, eines Tages auszahlt.


Bild: Courtesy of NASA.


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Quellenangaben nach § 63 UrhG.


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Sonntag, 15. Januar 2012.

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